Das Leitbild der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie
Die Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie ist der Berufsverband und die Fachgesellschaft der Ärztinnen und Ärzte mit dem Facharzttitel Medizinische Onkologie.
Ärzte*) in Weiterbildung, die den Facharzttitel noch nicht erworben haben, oder Ärzte anderer Fachrichtungen mit Interesse für die Medizinische Onkologie können als ausserordentliche Mitglieder in die SGMO aufgenommen werden.
Die Medizinischen Onkologen sind verantwortlich für qualtativ hoch stehende evidenzbasierte ambulante und Stationäre Versorgung der Tumorkranken in unserem Land und die Weiter- und Fortbildung der Fachärzte für Medizinische Onkologie.
Die Medizinische Onkologie
- •ist das ärztliche Fachgebiet der ambulanten und stationären medizinischen Krebsbehandlung, dessen hauptsächliche Aufgabe in der umfassenden Abklärung, Behandlung und Betreuung Krebskranker Mitmenschen ist
- • versteht sich als klinische und wissenschaftliche Disziplin, welche die Erkenntnisse der Krebsforschung analysiert und für die Tumorpatienten in ein Abklärungs- und Behandlungskonzept integriert. Besondere Beachtung erfordert die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter Berücksichtigung der Probleme der Polymorbidität, der Langzeit- und der Palliativbetreuung sowie der Entwicklung und Verbesserung integrierter Abklärungs- und Behandlungsketten.
Die Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie
- • ist im Rahmen der geltenden FMH-Ordnung verantwortlich für die Weiter- und Fortbildung in Medizinischer Onkologie und unterstützt selber aktiv die Aus-, Weiter- und Fortbildung in Medizinischer Onkologie. Die Zuständigkeit der SGMO umfasst die Weiterbildung zum Facharzt Medizinische Onkologie, die onkologische Weiterbildung Weiter- und Fortbildung aller Ärzte entsprechend den Anforderungen ihres Curriculums.
- • engagiert sich in Qualitätssicherung und -förderung und unterstützt Forschungsprojekte, welche bevorzugt die Ergebnisse der Grundlagenforschung auf ihre sinnvolle Anwendung im klinischen Alltag hin überprüfen und Diagnostik- oder Therapiekonzepte hinsichtlich Wirkung, Verträglichkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit beurteilen.
- • Erarbeitet im Rahmen der ESMO Guidelines und Richtlinien für die Abklärung und Behandlung von Tumorkrankheiten und prüft deren Formulierung hinsichtlich Grundlagen, Evidenz, Anwendbarkeit und Interessenabhängigkeit auf ihre Anwendbarkeit in der täglichen Praxis. Wo es sinnvoll ist, beteiligt sich die SGMO an der Erarbeitung interdisziplinärer Richtlinien.
- • fördert die partnerschaftliche Vernetzung von stationärer und ambulanter Medizinischer Onkologie und fördert die Schaffung von Tumorzentren zur integrierten wohnortsnahen Betreuung der Tumorpatienten. .
- • fördert die Medizinische Onkologie als eigenständige wissenschaftliche Disziplin und ihren akademischen Nachwuchs. Die SGMO bereitet die Medizinischen Onkologen in Weiterbildung auch in den Bereichen Management, Ökonomie, Kommunikation und Medical Humanities auf die Übernahme von Führungspositionen vor.
- • informiert Öffentlichkeit und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen über erarbeitete Erkenntnisse, nimmt zu aktuellen Problemen Stellung und steht im Zusammenhang damit auch den Patienten für Fragen zur Verfügung.
- • wahrt die Interessen der Internisten bei der FMH und allen Partnern im Gesundheitswesen. Neuen Formen ärztlicher Tätigkeit und dem Strukturwandel im Gesundheitswesen wird besondere Beachtung geschenkt.
- • bietet ihren Mitgliedern Informationen, Beratung und Dienstleistungen an, welche die Weiter- und Fortbildung, die Praxisführung, die Erfüllung von Qualitätskriterien und die berufliche Tätigkeit erleichtern.
In der Folge werden der Einfachheit halber nur männliche Bezeichnungen verwendet, die Frauen sind selbstverständlich stets auch gemeint.



