Über uns
Die Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO) ist eine fachspezifische Ärztegesellschaft in der FMH. Innerhalb der FMH ist sie die offizielle Vertreterin der Ärztinnen und Ärzte, die auf die Erforschung, Diagnose und Behandlung bösartiger solider Tumoren und Blutkrankheiten spezialisiert sind. Die SGMO fördert den wissenschaftlichen Austausch auf diesem Gebiet durch internationale Kongresse. Seit Oktober 2003 führt die SGMO zusammen mit den deutschen und österreichischen Fachgesellschaften jedes Jahr einen internationalen Kongress durch. Zudem ist sie ständige Gastgesellschaft am Schweizerischen Internistenkongress. Während dem SGIM-Kongress auch findet die Mitgliederversammlung statt.
Die SGMO wurde 1999 gegründet. Mit der Aufwertung der internistischen Subspezialitäten zu eigenen Fachgesellschaften wurde der Subspezialitätentitel Hämatologie/Onkologie in den Facharzttitel „Medizinische Onkologie“ umgewandelt. Seit der Gründung der SGMO hat die Mitgliederzahl stetig zugenommen und erreicht heute über 200 ordentliche und ausserordentliche Mitglieder. Neben den Fachärzten für Onkologie sind als ausserordentliche Mitglieder Hämatologen und Forscher vertreten.
Die SGMO setzt sich für eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung ein. Die Präsidenten der Fort- und Weiterbildungskommissionen sind die Vertreter der SGMO in den entsprechenden Kommissionen der FMH. Mit der Akkreditierung unserer Gesellschaft wurde den Leitern der Weiterbildungsstätten die hohe Qualität von fachexternen Experten attestiert. Durch regelmässige Visitationen in den Weiterbildungszentren sorgt die Gesellschaft für optimale Bedingungen für die Ärzte in Weiterbildung. Das Weiterbildungsstatut legt die Ausbildungsziele in Übereinstimmung mit dem vereinheitlichten amerikanischen- und europäischen Weiterbildungsprogramm fest. Im Log book hat der Assistent ein Instrument, die erarbeiteten Lerninhalte zu dokumentieren und die Weiterbildungslücken zu schliessen.
Sie fördert die Fortbildung und führt eine regelmässige Rezertifizierung der Mitglieder durch. 1998 erarbeitete die SGIO (heute SGMO) für wenige, aber häufige Tumoren „minimal clinical recommendations“, die gegenüber der Politik und den Kostenträgern Minimalstandards definierten, auf die alle Patienten Anrecht haben sollten, unabhängig von der Kassenzugehörigkeit. Die wenigen von der damaligen SGIO ausgearbeiteten Guidelines wurden später formal und teilweise auch inhaltlich von der ESMO übernommen und auf andere Tumoren erweitert. Neben den ESMO Guidelines bestehen aber noch andere Sammlungen von Empfehlungen (NCCN, British Columbia Cancer Agency, ASCO, PDQ NCI Onkopedia). Diese Empfehlungen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Ausführlichkeit und den empfohlenen Medikamenten sondern die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten berücksichtigen auch die lokalen Gegebenheiten. Die SGMO sah bis heute keine Notwendigkeit, eine dieser Richtlinien für die Onkologen in der Schweiz als verbindlich zu erklären. Guidelines stellen einen Konsens unter den Autoren der Guidelines dar. Die Empfehlungen basieren auf publizierten Studiendaten. Sie umschreiben einen Behandlungsstandard der dem heute geltenden Wissen entspricht. Daraus den Schluss zu ziehen, die Richtlinien definierten eine maximale Medizin und Abweichungen wären unwirtschaftlich, widerspricht dem Sinn der Guidelines. Die Festlegung dieser minimalen Eckdaten dient der Qualität ärztlichen Tätigkeit. Sie sind nicht dazu da, den behandelnden Arzt einzuschränken. Die Guidelines müssen vom Medizinischen Onkologen angewendet und interpretiert werden. Sie sind kein Kochbuch und schon gar keine Positivliste, aus der die Kostenträger ableiten könnten, was überhaupt gemacht werden darf. Jeder Onkologe hat das Recht und die Pflicht, in medizinisch begründeten Fällen zum Wohle des Patienten von den Richtlinien abzuweichen. Sie sind kein Instrument zur Wirtschaftlichtkeiskonrolle durh die Kosenträger.
Zusammen mit der SUVA wurden die Empfehlungen für die Zubereitung von Zytostatika ausgearbeitet, die es erlauben, in der Praxis und im Ambulatorium sicher und rasch Zytostatika bereitzustellen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Zubereitung auch weiterhin in den Händen des Onkologen bleibt und haben dafür entsprechende Richtlinien ausgearbeitet.
Die SGMO vertrat die Interessen der medizinischen Onkologen bei der Ausarbeitung des neuen Arzttarifs (Tarmed) und arbeitet bei der Weiterentwicklung der Tarifstruktur mit. Um dem zunehmenden politischen Druck, die Kosten im Gesundheitswesen durch Sparmassnahmen senken zu begegnen, arbeiten wir an einer Qualitätssicherung, die es erlaubt, die verabreichte Behandlung in Registern zu erfassen um so die onkologische Behandlung in der Schweiz abzubilden und zu verbessern. Um dies zu ermöglichen streben wir eine zunehmende Vernetzung der medizinischen Onkologen unter sich und mit den andern in die Tumorbehandlung involvierten Disziplinen an.
Wir arbeiten in einer Kommission mit den Vertrauensärzten an einer Liste für den off label use von onkologischen Medikamenten.
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Eine Fortbildung für Medizinische Praxisassistentinnen | ||
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Nadig J. Schweizerische Gesellschaft für medizinische Onkologie (SGMO) Schweizerische Ärztezeitung 89: 49; 2008 |
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